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Die Irrfahrt eines slowenischen Widerstandskämpfers durch die deutschen Konzentrationslager und die Erinnerungsversuche des Überlebenden.

Foto: Joze Suhadolnik/Delo

Foto: Joze Suhadolnik/Delo

Boris Pahor (geb. 1913 in Triest/I) stellt sein im Berlin Verlag erschienenes Buch »Nekropolis« vor und diskutiert mit dem Sprachwissenschaftler Thomas Poiss über die literarische Reflexion von Geschichte. Im Anschluss findet ein klassisches Musikkonzert mit den slowenischen Musikern Živa Ciglenečki (Violine), Florijan Zupan (Flöte) und Vasja Legiša (Cello) statt. Eine Veranstaltung von STADT LAND BUCH, in Zusammenarbeit mit der Slowenischen Buchagentur, dem Slowenischen Kulturzentrum in Berlin und dem Berlin Verlag.

Boris Pahor, geb. in Triest/I, wo er auch heute noch lebt. Er gehörte in Triest der slowenischen Minderheit an, im faschistischen Italien wurde ihm die Muttersprache verboten. Erste literarische Publikationen, ehe er im Januar 1944 als slowenischer Widerstandskämpfer verhaftet und nach Deutschland in die Konzentrationslager Dachau und Bergen-Belsen deportiert wurde. Nach seiner Befreiung arbeitete er ab 1947 in Triest als Publizist und Schriftsteller, von 1955 bis 1975 unterrichtete er Literatur am Gymnasium. Seine KZ-Traumata verarbeitete er in dem preisgekrönten Roman »Nekropolis«. Von 1966 bis 1990 gab er die literarisch-politische Zeitschrift »Zaliv« (Die Bucht) heraus. Boris Pahor schrieb zahlreiche Romane (von denen mehrere ins Deutsche übersetzt sind) und Erzählungen; zuletzt erschienen: »Die Verdunkelung« (Ü: Urška P. Cerne,Matthias Göritz, 2009); »Villa am See« (2009); »Geheime Sprachgeschenke« (Ü: Urška P. Cerne, Mätthias Göritz; 2009); »Figlio di nessuno« (mit Cristina Battocletti, 2012).

Thomas Poiss, geb. 1959 in Wien, Sprachwissenschaftler, Übersetzer (aus dem Englischen) und Kritiker (›FAZ‹). Studium der Klassischen Philologie, der Mittellateinischen Philologie und der allgemeinen Literaturwissenschaft an den Universitäten Wien, Konstanz (1985/86 DAAD-Stipendium) und München, Österreichische Lehramtsprüfung in Latein und Griechisch, 1987-1994 Wissenschaftlicher Mitarbeiter (als Delegierter der ÖAW) am Mittellateinischen Wörterbuch an der Bayer. Seit 1994 zunächst Assistent, dann seit 1996 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Klassische Philologie der Humboldt-Universität zu Berlin/Lehrstuhl für Gräzistik Prof. Dr. Wolfgang Rösler; diverse Forschungsprojekte. Er verfasste das Nachwort zu Boris Pahors Roman »Nekropolis«.


Zielgruppe: Erwachsene
Eintritt: 8 € / erm. 6€
Karten unter
(030) 88 72 860
literaturhaus@literaturhaus-berlin.de


Bücher zur Veranstaltung

Boris Pahor: Nekropolis (Berlin Verlag)